Therapie

Klassische Homöopathie

Die Homöopathie ist eine Heilmethode, die vor mehr als 200 Jahren von Samuel Friedrich Christian Hahnemann gegründet worden ist. Diese Heilmethode stößt heute immer mehr auf Interesse. Sie ist eine Therapieform, die nach dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip auf pflanzliche, tierische oder mineralische Ausgangsstoffe zurückgreift.

Samuel Friedrich Christian Hahnemann

Ähnlichkeitsregel

Die Ähnlichkeitsregel ist eine praktische Handlungsanweisung:

Die Symptome des einzelnen kranken Menschen werden mit den Symptomen verglichen, die das Mittel beim Gesunden auslösen kann. Das Mittel, welches die ähnlichsten Krankheitszeichen auslösen kann, ist das Passende.

Der klassische Leitsatz der Homöopathie lautet "Similia similibus curentur". Auf Deutsch: "Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt". Das bedeutet: Eine Substanz, die beim gesunden Menschen bestimmte Symptome und Krankheitszeichen hervorrufen kann, kann dieselben Symptome beim kranken Menschen heilen. Auch der Name Homöopathie gibt dieses Programm wieder: Das Wort leitet sich ab vom griechischem "homoion pathos", das heißt "ähnliches Leiden".

 

Hierzu zwei Beispiele:

Jeder weiß, dass das Schneiden von Küchenzwiebeln Folgen für die Schleimhäute im Gesicht hat. Die Augen tränen, die Nase läuft. Genau bei diesen Erscheinungen, die bei Erkältungen oder allergischen Schnupfen auftreten, hilft die homöopathisch aufbereitete Küchenzwiebel Allium cepa.

Ein zweites klassisches Beispiel ist Cantharis, die Spanische Fliege. Bringt man einen Extrakt auf die gesunde Haut, entstehen schmerzhafte Blasen. Homöopathisch aufbereitet, hilft Cantharis unter anderem  bei Verbrennungen mit Blasenbildung.

Homöopathische Fallaufnahme (Anamnese)

Im Rahmen einer homöopathischen Fallaufnahme (Anamnese) ermittle ich das Similimum, ein einzelnes Mittel also, welches sämtliche Befindlichkeiten des Patienten erfasst.

 

Hierzu stelle Ihnen Fragen, beachte aber auch, wie Sie aussehen und sich verhalten. Alle "Eigenheiten" eines Patienten fallen ins Gewicht und helfen, das passende Mittel zu finden. Hier sind nicht nur Krankheitssymptome wichtig, sondern auch Schlaf- und Essgewohnheiten, charakterliche Eigenschaften, Modalitäten z. B. Kälte verschlechtert einen Zustand oder Wärme bessert, Schmerzen immer auf der rechten Seite, etc., einfach alles, was einen Menschen mit all seinen Besonderheiten ausmacht.

 

Daher verordnet man homöopathisch auch nicht "gegen eine Krankheit oder ein Symptom", sondern vielmehr "für einen Menschen, der bestimmte Symptome hat".

 

Eine Erstaufnahme dauert daher auch ca. 1,5 Stunden, damit sichergestellt ist, dass auch wirklich das einzige Mittel für die Gesamtheit der Symptome des Patienten gefunden werden kann.

 

Folgetermine

Die Folgetermine dauern ca. eine 3/4 Stunde - 1 Stunde.

 

Diese sind erforderlich, damit man den Verlauf beobachten kann und weil manchmal im Laufe einer Behandlung das Mittel oder die Potenz gewechselt werden muss.